Blick auf die Alte Synagoge in Kitzingen

Bauwerke

Bauwerke in Kitzingen

Rathaus am Marktplatz

Das Rathaus am Marktplatz ist eines der bedeutendsten historischen Gebäude Kitzingens. Es wurde im 16. Jahrhundert von dem Baumeister Hans Eckart von Schaffhausen errichtet und im Stil der Renaissance gestaltet. Der Bau steht für die wirtschaftliche Bedeutung Kitzingens als Weinhandelsstadt.

Die Fassade ist reich mit Elementen ausgestattet. Die Elle verweist auf das städtische Maß- und Marktwesen. Das Wappen der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach erinnert an die damalige landesherrliche Zugehörigkeit der Stadt. Der Häcker befindet sich gut sichtbar oben an der Vorderseite des Gebäudes an der Ecke und steht als Sinnbild für den Weinbau.


Fachwerkhäuser

Der Kitzinger Marktplatz wird von prächtigen Fachwerkhäusern eingerahmt, die von der reichen Geschichte der ehemaligen Weinhandelsstadt erzählen. Besonders ins Auge fällt das rot-weiß gestrichene Poganietz-Haus, ein Renaissance-Fachwerkhaus aus dem Jahr 1556. Heute beherbergt es das Conditorei-Museum, dessen Eingang sich in der Bäckerei Röser befindet.

Marktturm

Gegenüber dem Rathaus steht der runde Marktturm, der mit seiner Höhe von 39 Metern und dem achteckigen Spitzhelm das Bild des Marktplatzes prägt. Der Turm war ursprünglich Teil der inneren Stadtmauer und diente sowohl als Wachturm als auch als Gefängnis.

Im Laufe der Zeit wurde der Marktturm vielseitig genutzt, unter anderem als Zentralarchiv der Deutschen Fastnacht. Bis zur Auslagerung in das Fastnachtgebäude in der Rosenstraße befand sich hier ein Büro.

Der Turmfuß ist von kleinen Läden umgeben, die ihn harmonisch in das Marktplatzgeschehen einbinden. In der Weihnachtszeit erhält der Marktturm eine ganz besondere Bedeutung: Dann wird er zur größten Adventskerze Bayerns.

Falterturm

Mitte des 15. Jahrhunderts ließ Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach eine äußere Mauer um die Stadt Kitzingen bauen. Diese bestand aus Mauer, Graben und 32 Türmen mit insgesamt vier Toren. Der größte noch erhaltene Turm ist der Falterturm (früher: „Falltorturm“) mit seiner schiefen Haube, der in den Jahren 1469 bis 1496 als Wachturm der äußeren Stadtmauer errichtet worden ist. Der efeuumrankte Rundturm hat eine Höhe von 52 Metern, sein Fundament reicht wegen des früher vorhandenen Stadtgrabens 18 Meter in die Tiefe. Es beherbergte seit 1967 nicht mehr wie ganz früher den Türmer, der Feuer und Reiter meldete, sondern bis 2011 das offizielle Deutsche Fastnachtmuseum. 

Um die schiefe Haube des Falterturms ranken sich viele Geschichten, hier einige davon:
Aufgrund Wasserknappheit während des Baus des Falterturms soll der Mörtel mit Wein angemischt worden sein. 
Beim Bau der Spitze sollen die Zimmerleute zu tief ins Glas geschaut haben und deswegen wurde die Haube schief gebaut.
Bei der Hochzeit eines Ratsherrensohnes aus Kitzingen, die an der Stadtmauer stattfand, verneigte sich der zuvor noch geradestehende Falterturm vor der Braut, einer Jungfrau aus Sulzfeld. Der Turm gratulierte ihr zu ihrem gut aussehenden Bräutigam und sprach: „Wenn wieder eine Jungfrau nach Kitzingen kommt, dann richte ich mich wieder gerade auf.“ Seit über 500 Jahren ist keine Jungfrau mehr nach Kitzingen gekommen…

Kulturhaus Alte Synagoge

Erbaut von 1882 bis 1883, erinnert die Synagoge an die einst bedeutende jüdische Gemeinde der Stadt. Die kostbare innere Ausstattung und die Turmkuppeln fielen der „Reichspogromnacht“ am 10. November 1938 zum Opfer. Nach dem Wiederaufbau wird die Synagoge heute vor allem für kulturelle Zwecke genutzt.

Alte Mainbrücke

Die Alte Mainbrücke in Kitzingen, auch „Pippinsbrücke“ genannt und Teil des Stadtwappens, zählt zu den wenigen Mainbrücken Unterfrankens mit mittelalterlichen Ursprüngen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahr 1300 und von den Kitzinger Bürgern selbst erbaut.

Früher war die Brücke durch Tore gesichert, in ihrer Mitte stand ein Zollhaus. Sogar eine öffentliche Toilette, die sogenannte „Cloaca publica“, war direkt an die Brücke angebaut – der Main übernahm damals ganz praktisch das Spülen.

In den Jahren 1955/56 wurde der Mittelteil der Brücke verbreitert und an die moderne Schifffahrt angepasst.

Luitpoldbad

Nach Entdeckung einer ergiebigen Solequelle, die heute das 1977 eröffnete und 2009 renovierte Sole-Hallenbad („aqua-sole Kitzingen“) speist, sollte Kitzingen Badestadt werden. Zu diesem Zweck wurde das „Prinzregent-Luitpold-Bad“ im Jugendstil erbaut und 1914 eingeweiht. Gestiftet wurde das Volksbad damals von wohlhabenden Kitzinger Bürgern da vor 100 Jahren nur 3 Badewannen auf 9.000 Einwohner der Stadt entfielen (damals in Deutschland ein gängiger Wert). Es wurden sogar Prospekte gedruckt, in dem unter anderem für ein blau gekacheltes Badezimmer „für Nervöse und Wasserscheue“ geworben wurde. Jedoch wurde der Plan eines „Bad Kitzingen“ mit einer Wandelstraße oder Flaniermeile aufgrund des Ausbruchs des 1. Weltkrieges anno 1914 niemals verwirklicht. Bis in die 1970er Jahre wurde das Volksbad mit seinen Duschen und Badewannen genutzt. Seit 1982 wird das Gebäude als Volkshochschule und Stadtbücherei genutzt. 

Deusterturm

Der Deusterturm gehörte einst zum Deusterschloss, auch „Nonnenschlösslein“ genannt. Während das Schloss beim Luftangriff auf Kitzingen am 23. Februar 1945 fast vollständig zerstört wurde, blieb der Turm erhalten. Heute steht auf dem ehemaligen Schlossgelände ein Schulzentrum, der Turm selbst beherbergt eine vogelkundliche Ausstellung. Erhalten blieb außerdem ein rund 600 Jahre altes Kellergewölbe, das im Rahmen der Führung „Kitzinger Kostproben“ besichtigt werden kann.

Die Anlage blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Vom Amtssitz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach über den Besitz eines Benediktinerinnenklosters bis hin zur wohlhabenden Weinhändlerfamilie Deuster. Diese prägte Kitzingen nachhaltig als Mäzene und Wohltäter der Stadt. Unter Carl Reichard von Deuster erhielt das Schloss 1884 den Namen „Schloss Friedenstein“. Der Turm diente zeitweise sogar als Astronomieturm.

Der Erhalt des Deusterturms war in den 1960er Jahren umstritten. Trotz hoher Sanierungskosten entschied sich der Stadtrat 1962 knapp für den Erhalt.

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