Eintrag zu Ehrenbürger Hans Joachim Schuhmacher im Goldenen Buch der Stadt Kitzingen.

Ehrenbürger der Stadt Kitzingen

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt Kitzingen lebenden Personen zuteilwerden lassen kann. Eine Verleihung ist nur möglich, wenn die zu ehrende Person sich besonders um die Stadt Kitzingen verdient gemacht hat. Dies ist der Fall, wenn sie durch selbstloses öffentliches Wirken entscheidend die Entwicklung der Stadt beeinflusst und das Wohl der Bürgerschaft gefördert hat. Verdienste der zu ehrenden Person müssen der Stadt Kitzingen unmittelbar zugutegekommen sein.

Die Ehrenbürgerwürde wird auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses in einer Stadtratssitzung durch den Oberbürgermeister verliehen. Die Verleihung erfolgt durch Aushändigung eines Ehrenbürgerbriefes und durch Eintragung in das Ehrenbürgerbuch.

Das Vorschlagsrecht für die Verleihung der Ehrenbürgerwürde liegt ausschließlich beim Oberbürgermeister und den Stadtratsmitgliedern.

  • Karl Anton Axt (1. Juni 1837)

    *12. November 1783 in Marktheidenfeld, † 13.Juli 1852 in Kitzingen

    Axt war seit 1818 rechtskundiger Rat der Stadt. Von 1845 bis 1850 hatte er das Amt des Kitzinger Bürgermeisters inne.  Ebenfalls war er Spitalverwalter in Kitzingen.

    Die Ehrenbürgerwürde wurde für besondere Verdienste im Bereich Versorgung und Pflege der Armen, Alten und Kranken verliehen.

  • Karl Friedrich Ulrich (1. Juni 1837)

    *20. Juli 1791

    Seit 1818 war Ulrich Stadtschreiber der Stadt Kitzingen. Ab 1839 bis 1845 war er Bürgermeister.

    Verleihung der Ehrenbürgerwürde für sein Engagement im wirtschaftlichen Bereich. Während seiner Amtszeit wurde die erste Stadtsparkasse eröffnet und der Mainhandel der Rangschiffer ausgeweitet.

  • Albert Welz (1. Juni 1837)

    *4. April 1768 in Mellrichstadt, † 13. August 1838 in Kitzingen

    Albert Welz war Kitzinger Bürgermeister von 1818 bis 1827. Danach wurde er Stadtkämmerer. 

  • Dr. Friedrich Anton Reuß (19. Februar 1840)

    *18. September 1810 in Kitzingen, † 4. März 1868 in Nürnberg

    Reuß studierte Medizin, Philosophie, Archäologie und der altdeutschen Sprachen. Er habilitierte 1850 in Würzburg und wurde zu Professor für altdeutsche Sprache ernannt.

    Die Ehrenbürgerwürde wurde ihm für die freiwillige Sichtung der ungeordneten städtischen Archivalien und der damit einhergehenden Rettung zahlreicher historischer Schriften, Urkunden und Briefe verliehen. 

  • Joseph Feller (25. August 1841)

    Feller war Landrichter in Kitzingen. Seine Ehrenbürgerwürde verdiente er sich durch „ein langes Leben in Harmonie mit den königlichen Beamten“. In Administrativ- und Justizsachen taten sie alles, was zum „Nutzen und Frommen der Stadt war“ (siehe Akt Nr. VII/A/3/1 (alt.) Karton 224).

  • Dr. Joachim Albert Lotz (25. August 1841)

    Lotz war Rentamtmann. Er erhielt mit Joseph Feller die Ehrenbürgerwürde durch „ein langes Leben in Harmonie mit den königlichen Beamten“.  Er machte sich durch die Pflege der guten Einvernahme zwischen Staat und Stadt verdient.

  • Dr. Anton Ruland (5. November 1862)

    *25. November 1809 in Würzburg, † 8. Januar 1847 in München an Cholera

    Ruland war Doktor der Theologie und arbeitete unter anderem als Kaplan in Kitzingen.

    Seine Ehrenbürgerwürde wurde von König Maximilian 1862 für seine Verdienste als Landtagsabgeordneter, um die Eisenbahnlinie, bewilligt.

  • Dr. Michael Henke (18. Juni 1883)

    *27. März 1802 in Kitzingen, † 9. Dezember 1885

    Henker studierte Medizin in Würzburg und wurde, nach seinem Physikat 1854, Bezirksarzt. Anlässlich seines 50. Dienstjubiläums wird Henke mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet. Darüber hinaus wird ihm von König Ludwig II. von Bayern die „Goldene Ehrenmünze des Ludwigordens“ verliehen.

  • Fürst Otto von Bismarck (28. Februar 1895)

    *1. April 1815 in Schönhausen, † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh

    Bismarck war seit 1862 preußischer Ministerpräsident und Außenminister. Ab 1867 war er Bundeskanzler. Unter seiner Initiative erweiterte sich der Norddeutsche Bund durch den Anschluss der süddeutschen Staaten zum Deutschen Reich. Bismarck wird unter dem deutschen Kaiser Wilhelm I. zum Reichskanzler ernannt.

    Die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kitzingen wurde ihm zum 80. Geburtstag verliehen. In Kitzingen ist ebenfalls eine Straße nach ihm benannt.

  • Ferdinand Sertorius (17. Januar 1906)

    *30. Dezember 1839 in Neuendettelsau, † 1. Dezember 1907 in Kitzingen

    Sertorius wurde nach seinem Jurastudium Bürgermeister in Roth am Sand. Nachdem er Rechtsrat in Kaufbeuren und Bürgermeister in Kronach war, wurde er 1882 zum Bürgermeister der Stadt Kitzingen gewählt. Das Amt hatte er bis zu seinem Tod 1907 inne.

    Wegen seiner Verdienste um die Entwicklung und das Wohl der Stadt, bekam er das Ehrenbürgerrecht verliehen.

  • Friedrich von Deuster (17. Januar 1906)

    *2. März 1836 in Kitzingen, † 1. Oktober in Ditterswald

    Von Deuster war Landrat und bis 1908 Vorstand des Gemeindekollegiums.

    Die Ehrenbürgerwürde erhielt er für sein Engagement im Gemeinwesen. Er trat für die Förderung von Industrie und Gewerbe ein und war maßgeblich an der Wandlung Kitzingens zu einer Garnisonstadt beteiligt.

  • Dr. Wilhelm Schuster (10. Februar 1924)

    *1. Februar 1854 in Neuburg, † 22. Mai 1929 in Kitzingen

    Schuster war als Arzt in Kitzingen tätig. 1881 wurde er zum Leiter des städtischen Krankenhauses ernannt. Bis zu seiner Amtsniederlegung im Herbst 1927 hatte sich Schuster keinen einzigen Tag Urlaub genommen. Für seine Tätigkeit als Arzt des Bezirkskommandos erhielt er den Titel Königlicher Hofrat.

    Das Ehrenbürgerrecht wurde ihm als Anerkennung für die Aufopferung und uneigennützige Pflichttreue geleisteter Dienste verliehen.

  • Paul von Hindenburg (2. Oktober 1927)

    *2. Oktober 1847, 2. August 1934

    Hindenburg war Führer der 8. Armee im ersten Weltkrieg und Sieger der berühmten Schlacht bei Tannenberg. Ab 1914 war er Generalfeldmarschall und wurde 1925 zum Reichspräsidenten gewählt. Hindenburg konnte sich 1932 in einer Stichwahl gegen Hitler erneut durchsetzen.

     Zu seinem 80. Geburtstag wurde Hindenburg die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kitzingen verliehen. Im Zuge dessen wurde auch die Umbenennung der „Glacisstraßen“ in „Hindenburgring“ beschlossen.

  • Dr. Otto Helmuth (2. Mai 1934, aberkannt im Mai 1945)

    *22. Juli 1896 in Markt Einersheim, † 1967 in Reutlingen

    Helmuth war zunächst Zahnarzt in Markt Einersheim, bevor er 1926 Gauleiter von Mainfranken wurde. Helmuth galt als Galionsfigur der NSDAP in Franken. Das Ehrenbürgerrecht bekam er für die „Erweckung des mainfränkischen Landes“.

    Nach dem zweiten Weltkrieg wurde ihm die Ehrenbürgerwürde im Mai 1945 aberkannt.

  • Adolf Hitler (26. April 1933, aberkannt im Mai 1945)

    *20 April 1889 in Braunau, † Mai 1945

    Hitler wurde 1933 von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Nach Hindenburgs Tod, hatte er auch das Amt des Reichspräsidenten inne. Er löste den zweiten Weltkrieg mit dem Überfall über Polen aus.

    Wie in vielen deutschen Städten, wurde Hitler auch in Kitzingen zum Ehrenbürger ernannt. 1945 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde aufgrund Art. 21 Abs. 2 der „Deutschen Gemeindeordnung“ wieder aberkannt.

  • Siegfried Wilke (24. April 1961, aberkannt im Oktober 2021)

    *24. April 1891 in Hellmitzheim, † 5. Dezember 1969 in Kitzingen

    Der studierte Jurist wird 1930 nach dem Tod Schusters zum neuen Bürgermeister der Stadt gewählt. Unter seiner Initiative wurde der Bau der neuen Mainbrücke angestoßen und die Voraussetzungen für die Siedlung geschaffen. Durch seine kampflose Aufgabe der Stadt 1945, verhinderte er weitere Zerstörungen. Zahlreiche weitere Projekte wie der Ausbau des Mains zur Großschifffahrtsstraße, die Schaffung des neuen Friedhofs, der Umbau der Alten Mainbrücke gehen auf Wilke zurück.

    Er erhielt 1956 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und erhielt 1961 anlässlich seines 70. Geburtstags die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kitzingen.

    Aufgrund neuer Erkenntnisse über das Wirken von Siegfried Wilke während des Nationalsozialismus wurde ihm die Ehrenbürgerwürde im Oktober 2021 posthum aberkannt.

  • Rudolf Schardt (31. Oktober 1991)

    *5. September 1927 in Kitzingen, † 15. Oktober 2019 in Kitzingen

    Schardt studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Würzburg. Seit 1958 bekleidete Schardt das Amt des Rechtsrates der Stadt Kitzingen. Von 1967 bis 1991 war er Kitzinger Oberbürgermeister. Während seiner Amtszeit wurden vier Ortsteile eingegliedert, es entstand ein neues Verkehrskonzept und die Abwasserbeseitigung und –reinigung war ein Schwerpunkt seiner Arbeit.

    Zu seiner Verabschiedung als Oberbürgermeister wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Kitzingen ernannt. Zusätzlich erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Als Schöpfer der deutsch-italienischen Partnerschaft erhielt er in der Kitzinger Partnerstadt Montevarchi ebenfalls das Ehrenbürgerrecht.

  • Massimo Gregorini (18. Juni 1994)

    Gregorini war bis 1993 Bürgermeister der italienischen Partnerstadt. Er wurde der dritte Ehrenbürger der Stadt Kitzingen nach 1945.

    Gregorini wurde wegen seiner besonderen Verdienste um die Städtepartnerschaft mit der Stadt Kitzingen als erstem Ausländer die Ehrenbürgerwürde verliehen.

  • Hans-Joachim Schumacher (4. Oktober 2002)

    *4. Februar 1926, † 31. Oktober 2017

    Schumacher war als Lehrer und später Rektor in der Siedlung tätig. Von der Regierung Unterfranken wurde er zu verschiedenen Tätigkeiten bestellt. Schumacher war bis 1985 Präsident der von ihm mitgegründeten Kitzinger Karnevalsgesellschaft. Als Vorstand im Bund Deutscher Karneval und als Leiter des Deutschen Fastnachtmuseums war er ebenfalls aktiv.

    Wegen seines „unermüdlichen und ehrenamtlichen Engagements im kulturellen und fastnachtlichen Bereich“ erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Stadt Kitzingen.

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