Trotz sengender Hitze begaben sich am Donnerstag, 25. Juni, rund 50 Bürgerinnen und Bürger auf den Rundgang mit Oberbürgermeister Dr. Tiz. Bei der eigentlichen Bürgerversammlung im Sportheim waren dann rund 70 Personen anwesend. Die wichtigsten Themen: Der Flächennutzungsplan und die künftige Wohnbebauung sowie der Schutz vor Hochwasser.
Aus Kostengründen ist eine Änderung des Flächennutzungsplanes und damit auch eine angedachte Erweiterung des Baulandes oberhalb des Friedhofes gestoppt. „Wir sind als Stadt handlungsfähig“, betonte Oberbürgermeister Dr. Enis Tiz. „Aber ich will an anderen Stellen Grundlagen schaffen und andere Prioritäten setzen.“ Wichtig sind ihm beispielsweise die Sanierung von Straßen und Gehwegen, der Hochwasserschutz oder die Umsetzung der Wünsche und Anliegen aus der Bürgerschaft. Die Hoheimer hatten ihn beim Rundgang an das – zu klein dimensionierte – Regenrückhaltebecken in der Fröhstockheimer Straße geführt und ihn über fehlende Parkplätze in der Dietwarstraße unterrichtet. Die Abbiegung an der Weinbergsteige in Nähe des Friedhofes sei gerade für kleine Kinder gefährlich, weil sie von einbiegenden Autos leicht übersehen werden könnten. Fehlende Toiletten am Friedhof seien gerade bei Beerdigung ein Ärgernis. Vorschlag aus der Bürgerschaft: Die ebenerdig zugänglichen Toiletten im Feuerwehrgerätehaus könnten in der Zeit mittels einer Schließanlage mit Code zugänglich gemacht werden. Man werde den Bedarf prüfen, versprach Dr. Tiz.
Für die kommenden Tage kündigte er einen Rundgang mit Vertretern des Wirtschaftswasseramtes und Mitarbeitern des Bauhofes in allen Orts- und Stadtteilen an. Der Fokus soll dabei auf das Thema Hochwasserschutz gelegt werden. Entwässerungsgräben sollen im Hinblick auf ihre Funktionalität hin angeschaut werden. Mit Vertretern des Landratsamtes und des Staatlichen Bauamtes führt eine andere Tour zu den Verkehrswegen im gesamten Stadtgebiet, um einen Überblick über die aktuelle Lage zu erhalten und Prioritäten für künftige Reparaturmaßnahmen festzulegen.
In seiner Begrüßungsrede plädierte Dr. Enis Tiz für einen Weg des Miteinanders. „Wir sind als Verwaltung Dienstleister für Ihre Anliegen“, betonte er. „Aber wenn wir als Verwaltung ihre Probleme ohne Rücksprache lösen, entsteht in der Regel keine Zufriedenheit.“ Besser sei es, im Austausch zu bleiben. „Kommen Sie auf uns oder ihre Ortssprecherin zu“, forderte der OB die Hoheimer auf. Die Verwaltung werde die Rechtsgrundlagen mit gesundem Menschenverstand prüfen und im Einklang mit den Bürgerinnen Lösungsmodelle erarbeiten. „Wir sind dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen“, betonte der OB unter dem Applaus der Bürgerinnen und Bürger.
