„Es waren mal zwei Schwestern …“
Von Berta und Rachel, den Töchtern des letzten Kitzinger Synagogendieners, sind uns jeweils ein Foto und ein Brief erhalten geblieben. Diese Briefe aus den Jahren 1937 und 1938 lassen auf recht unterschiedliche Charaktere der beiden schließen, aber auch auf die bereits prekäre Lebenssituation jüdischer Frauen: angesichts antisemitischer Umtriebe in Stadt und Land ein Schwanken zwischen Verdrängung und Rückzug, Hoffen und Bangen, Ausharren und Ausreisen wollen.
Beginnend am Elternhaus der Schwestern neben der Alten Synagoge, verfolgen wir bei einem Stadtpaziergang die Spuren und Schicksale jüdischer Kitzingerinnen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Ihre Wohn- und Geschäftshäuser prägen noch immer das Stadtbild. Woher stammten sie, wie lebten und wirtschafteten sie mit ihren Familien? Besuchten sie die Synagoge und das „Frauenbad“? Wer gehörte zur Chewra Kaddischa? Gibt es einen Grabstein für sie oder einen Stolperstein und Nachkommen irgendwo auf der Welt, die ihre Briefe lesen, Anekdoten über sie erzählen oder ihrer am Jahrtag gedenken?
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 9,00 € pro Person
Enthaltene Leistung: fachkundige Führung durch den Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen
Treffpunkt: Landwehrplatz 1 / Alte Synagoge Kitzingen
Termin 2026: 29.03. | um 14.00 Uhr
Anmeldung
Touristinfo Kitzingen
Telefon: 09321/ 20-8888 | tourismus@stadt-kitzingen.de
Anmeldung nur für Einzeltermine online möglich
Weitere Führungen zu jüdischen Themen auch für Gruppen nach Bedarf buchbar!
(Weinhandel, für Jugendliche, zu Stolpersteinen/Biographien, zu jüdischen Gebäuden im Stadtbild)
